Buchvorstellung Wagner-Opernführer - Mannheimer Morgen

Franz Mazura und Herbert Kromath stellen den - Klääne Kurpälzer Wagner-Opern-Führer - vor

17.12.06

Literarische Häppchen und Illustrationen

Mannheim. Grad noch knapp vor Weihnachten wird das ultimative, originelle, optisch sehr ansprechende und zudem noch höchst amüsante Geschenk für das Riesenheer der Mannheimer Wagnerianer und Bayreuth-Pilger auf den Markt geworfen. Den beiden überaus erfolgreichen „klääne Kurpälzer Opernfihrer" hat das kongeniale Duo Herbert Kromath und Franz Mazura nach dreijähriger schöpferischer Pause nun mit unerbittlicher Konsequenz einen „klääne Kurpälzer Wagner-Opern-Führer" folgen lassen.

Im Oberen Foyer des Mannheimer Nationaltheaters präsentierte Verlegerin Barbara Waldkirch nun den gewichtigen dritten Streich, den sie gemeinsam mit dem mundartlich dichtenden langjährigen Opernchorsänger Kromath und dem immer noch erstaunlich aktiven Kammersänger-Illustrator Mazura ausgeheckt hat, einem gut gelaunten Publikum, das mehrheitlich ohne Simultandolmetscher den literarischen Kostproben folgen konnte.

Die hatten die drei Protagonisten getreulich unter sich aufgeteilt. Barbara Waldkirch verlas die Geleitworte von Ex-Generalmusikdirektor Hans Wallat und Ex-Generalintendant Ulrich Schwab, rezitierte auch die eine oder andere Überleitung. Die hat Herbert Kromath schön chronologisch zwischen die prächtig gereimten Inhaltsangaben von „Rienzi" bis „Parsifal" geschaltet, so dass sich der geneigte Leser als Zugabe auch über Entstehungsdetails und allerlei Sittenbilder aus der Wagner-Ära freuen kann. Kromath las in lupenreinem Kurpfälzisch ein paar Appetithappen aus dem „Flieschende Hollänner" und dem „Siegfried", wobei er jedesmal listig stoppte, wenn die dramatische Handlung auf eine Pointe zusteuerte. Selbst die literarischen Häppchen ließen erkennen, dass Kromath nicht nur ein genialer MundartReimer, sondern auch ein profunder Kenner von Leben und Werk Richard Wagners ist. Dazu kommen noch die allzu menschlichen Streiflichter, etwa dass man sich in der „Kondine" freut, wenn der Chor für einige Zeit auf der Bühne nichts zu tun hat.

Als Franz Mazura das Wort ergriff, konterte er zunächst galant Barbara Waldkirchs Ausspruch, dass „der Franz ein Bilderbuch daraus gemacht" habe: „Die Kromath-Texte sind so fantastisch, dass es kein Bilderbuch geworden ist!" Vielmehr habe er, Mazura, das Bild etwas zurechtrücken wollen, das in letzter Zeit auf deutschen Bühnen entstanden sei. Er habe gewiss keine germanischen Heldentypen gezeichnet, aber auch keine Straßenanzüge und keine Koffer. Vor allem habe er das „Karikaturenhafte" vermieden - was ja bei ihm, den Ulrich Schwab eine „lebende Brücke Mannheim - Bayreuth" nannte, nicht weiter verwunderlich ist.

Nachdem sich noch ein fast ernsthaftes Streitgespräch zwischen Autor und Illustrator entwickelte, ob Siegfried Links- oder Rechtshänder war, setzte der Sturm auf den Büchertisch ein. Inmitten angeregter Fachgespräche signierten die Herren ausdauernd und geduldig.
Waltraud Brunst



Bild:" Herbert Kromath (rechts) und Franz Mazura präsentierten zusammen mit Verlegerin Barbara Waldkirch „De klääne Kurpfälzer Wagner-Opern-Führer.
(zum Vergrößern anklicken)



Buchtitel:
[Katalog="263"]De klääne Kurpälzer Wagner-Opern-Führer[/Katalog]

Autoren:
[Autor="10"]Herbert Kromath[/Autor]
[Autor="6"]Franz Mazura[/Autor]


   

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