Autobiografie: Altbürgermeister Manfred David hat seine Erinnerungen niedergeschrieben

Buchpräsentation: Großer Andrang in der Kunsthalle Mannheim mit Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz - Mannheimer Morgen

28.11.07

Naturtalent auf der Bühne des Lebens

Der traut sich was, trägt auch mal großes Karo oder präsentiert sich als Sportdezernent im geringelten Badekleid und strahlt auf fast allen Fotos: Manfred David, von 1967 bis 1989 Sport-, Schul- und Kulturbürgermeister, hat jetzt mit 81 Jahren noch einen Sprung gewagt, seine Geschichte aufgeschrieben, die Stationen seines Lebens: Breslau, Weimar, Frankfurt, Mannheim.

Eine aufregende Strecke durch gefährliche Zeiten, vermintes Gelände. Doch er hatte stets seine Wunderwaffen im leichten Reisegepäck: Humor und Riskofreude, Ausdauer und Durchsetzungskraft. Und diese David`schen Tugenden sättigen auch den Lese-Stoff, lassen die Lektüre höchst vergnüglich werden, denn wenn Selbstironie aufblitzt und genügend Lob auf andere abstrahlt, dürfen auch gerne mal die eigenen Verdienste genannt werden.

Eine Autobiografie, die nicht nur den Homo Politicus ins Licht rückt, der Alt-Bürgermeister erzählt auch aus seiner Kindheit, den frühen Jahren in Niederschlesien, wo er als sechstes von sieben Kindern am 13. September 1926 geboren wird. Der Vater ist Zimmermann, die Mutter Hausfrau und Schmalhans Küchenmeister. Zwei Kinder müssen sich jeweils ein Bett teilen. Und "Schmuggel war angesagt". Man schafft Textilien und Technik im mit Grünfutter beladenen Handwagen nach Polen und setzt den kleinen Manfred obenauf. Vor der Zollkontrolle ergeht die Regieanweisung "Lachen" oder "Weinen". Und der Vater erkennt das Talent: "Schauspieler musst du werden!". Dazu kommt es dann nicht "aber man sagt ja auch Politikern schauspielerische Fähigkeiten nach!", scherzt David in seinem Buch und zeigt sich auf der Bühne des Lebens höchst wandlungsfähig: Im Matrosenanzug oder als strammer Pimpf und Jungmannszugführer - er macht stets eine gute Figur, entwickelt im Krieg und in Gefangenschaft schlitzohrige Überlebensstrategien. Die kann er später brauchen: In Weimar begegnet er seiner Frau Ursula, setzt sich mit ihr 1948 in den Westen ab, muss die kleine Tochter Karin zunächst drüben lassen. Eine traumatische Erfahrung für die Familie.

David erzählt nicht nur von den Erfolgen, dem Aufstieg, den Bekanntschaften mit den Sportstars, Politikern, Künstlern, er leuchtet nicht nur die Kommunalpolitik und Strömungen des Zeitgeistes aus, er zeigt auch Gefühle, dort wo sie schmerzen: Der grauenvolle Tod von Mutter und Schwester im Krieg , der Kampf gegen die eigene schwere Krankheit - der Mensch Manfred David versteckt sich nicht, man mag ihn dafür leiden und sehr gerne lesen.




Manfred David: Stationen seines Lebens

- Am 13. September 1926 wird Manfred David in Groß Wartenberg in Niederschlesien geboren.

- 1944 holt ihn der Rechsarbeitsdienst nach Ungarn. Nach dem Krieg studiert er in Thüringen, geht aber 1948 in der sowjetischen Zone nach Weimar und später Frankfurt, wird Rektor und SPD-Stadtverordneter.

- 1967 bis 1989 eröffnet David als Sport-, Schul- und Kulturbürgermeister in Mannheim 20 Schulen, gilt als "Vater der IGMH", weiht 50 Turnhallen und vier Hallenbäder ein. Das Leistungszentrum Eissport und das Carl-Benz-Stadion entstehen ebenso in seiner Amtszeit wie die Erweiterung der Kunsthalle (1983) und der Neubau für das Reiß-Museum (1988).
Er schickt 1982 das Nationaltheater auf China-Tournee. 1985 initiiert er die Kulturtage mit der Sowjetunion.

- 1981-1989 ist David Erster Bürgermeister.

- 2007 erscheinen im Waldkirch-Verlag seine Memoiren "Manfred David Stationen meines Lebens",
19,80 Euro, ISBN 978-3-927455-40-5




Buchpräsentation: Großer Andrang mit 240 Ehrengästen in der Kunsthalle

Dass er, wenn es sein muss, auf dem Campingplatz in Altrip an einem Wochenende einen ganzen Schulentwicklungsplan zu Papier bringen kann, hat er in seiner aktiven Amtszeit als Bürgermeister gezeigt, doch nun entwickelte der 81-jährige Manfred David literarische Qualitäten und präsentierte im Heinrich-Vetter-Forum vor großem Publikum seine Autobiografie "Stationen meines Leben". Und die Lese-Proben seines schriftstellerischen Könnens wurden vom Publikum begeistert aufgenommen.

Dr. Inge Herold, die Direktorin der Kunsthalle, freute sich über das Manfred-David-Special in ihrem Haus, das dem Altbürgermeister seine Erweiterung zu verdanken hat, Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz würdigte die Reformkraft und die Zukunftskonzepte des früheren Ersten Bürgermeisters. Und Verlegerin Barbara Waldkirch lobte die perfekte Zusammenarbeit, die Qualität des Buches, das sie mit Spannung gelesen habe, ehe dann Manfred David, aus seinem Erstling las, und dabei unbekannte Seiten aufschlug.

Unter den Zuhörern auch seine drei gut gelaunten Frauen, Ehefrau Ursula, seit 49 Jahren an seiner Seite und die Töchter Karin und Ulrike. Ein Mann mit viel Drive, dazu passend sorgte "Sax Mix" unter der Leitung von Wolf Kaiser für Swing. Ein Pfälzer Imbiss war vorbereitet, der Autor selbst konnte sich nicht stärken, er musste signieren.

Mannheimer Morgen
28. November 2007


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Buchtitel mit Leseproben:
[Katalog="273"]Manfred David[/Katalog]


   



















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