Die Freude an der Kunst hält Helmut Linde jung

Feudenheim: Kulturimpressario feiert seinen 80. Geburtstag

20.01.10

Die Liebe zu schönen Büchern und die Freude am Veranstalten von Ausstellungen, Literatur-, Mundart- und Liederabenden treibt Helmut Linde zeit seines Lebens um. Heute, am 20. Januar, wird der ehemalige Buchhändler und Feudenheimer Kulturimpressario 80 Jahre alt und hat nach der BDS-Neujahrsgala, die am 2. Januar in der ausverkauften Kulturhalle stattfand, für 2010 schon die nächsten Projekte in Planung, unter anderem Ende Mai einen Abend mit Künstlern vom Nationaltheater - in Erinnerung an den 2009 verstorbenen Mundartinterpreten Günther Baacke.

Kunst und Kultur - das hat Helmut Linde schon immer als Vehikel benutzt, um seinen Buchverkauf anzukurbeln, seitdem er 1969 die Geschäftsführung bei der Büchergilde Gutenberg übernommen und den neu eröffneten Laden in der Kunststraße zu voller Blüte geführt hat, immer begleitet vom legendären "Künstlerkeller", einem ehemaligen Lagerraum, in dem er über 200 Veranstaltungen mit bekannten Malern, Sängern und Autoren durchführte. Eine der ersten fand mit Edith Jaeger vom Nationaltheater statt.

Als Linde sich 1995 in Feudenheim selbstständig machte, behielt er sein anspruchsvolles Veranstaltungskonzept bei, "sonst hätte ich hier doch niemals Fuß fassen können." Schnell hatte er sich in Feudenheim einen Namen gemacht, war Mitglied in allen Gesangvereinen geworden, die er als Privatmann auch heute noch bei seinen Veranstaltungen mit ins Boot holt.

Der MVV lieferte er - gemeinsam mit Klaus Haring vom MGV Teutonia - das Konzept für das Straßenfest nach der Umgestaltung der Hauptstraße, der heutigen Feudenheimer Kerwe. Jahrelang sponserte er hier das Polizeimusikkorps Mannheim, Künstler wie Waltraud Ritter, Manfred Kieselbach, Lidia Sztwiertnia oder Maritta Kaltenborn gaben bei Linde Buch + Kunst ihre Visitenkarte ab. Auch als Herausgeber der Mundarttexte vom Schmitte Franz über die Familie Knorzebach machte sich Linde einen Namen.

Nach dem Umzug in die Hauptstraße 71 übernahm 2007 die Verlegerin Barbara Waldkirch das Buchgeschäft. Anfangs noch selbst im Laden hat Helmut Linde sich mittlerweile aus dem Verkauf zurückgezogen, schaut aber immer noch regelmäßig vorbei, um sich mit neuen Büchern einzudecken. Die liebt er von Kindesbeinen an, drückte sich schon als kleiner Bub an den Schaufenstern der Mannheimer Buchläden die Nase platt.

Doch erst auf Umwegen kam er ins Buchgeschäft. Nach den schweren Kriegsjahren, in denen er sich um seine Geschwister kümmern musste, machte Linde zunächst eine Bauschlosserlehre, zehn Jahre lang arbeitete er beim TÜV. 1946 lernte er seine Frau Lotte kennen, die er 1952 heiratete. Ein Jahr später kam Sohn Dieter zur Welt.

Mannheimer Morgen
20. Januar 2010

   

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