Schüsse über dem Neckar

Krimi: Der „Kohlemord“ von Manfred H. Krämer findet bereits reißenden Absatz / Über Entstehungsgeschichte geplaudert

10.03.12

Lampertheim. Schon auf Seite zwölf peitschen Gewehrschüsse über den Neckar, auf Seite 19 liegt eine Leiche in einem Mannheimer Hotelzimmer und in diesem Tempo geht es weiter. Denn der Lampertheimer Autor Manfred H. Krämer lässt wieder genüsslich meucheln. In seinem Krimi "Kohlemord", der vorgestern erschien, ist einmal mehr der Scharfsinn des sympathischen Ermittler-Duos Solo & Tarzan gefragt. In einer Auflage von 5000 Stück ist das Werk gedruckt, 650 davon waren bereits vorbestellt. Kürzlich war der Autor persönlich zur Signierstunde in die Lampertheimer Buchhandlung "Pegasos" gekommen, wo er, auf dem gelben Sofa sitzend, über die Entstehungsgeschichte seines neuen Buches plauderte.

Kraemer-signiert.jpgÜber 20 Stück davon gingen an diesem Nachmittag über die Ladentheke, wobei manche Kunden auch gleich mehrfach zuschlugen. Die erste Leserin, Susanne Als, kaufte gleich fünf Exemplare, die sie sich mit individueller Widmung versehen ließ. Sie ist erklärter Krämer-Fan. Sein "Spargelmord" sei einfach klasse gewesen und "die Skorpionin" habe sie förmlich verschlungen, berichtete sie begeistert. Auch das neue Buch, dessen war sie sich sicher, sei ein weiterer "Kracher".

Der Autor hatte sich zum Signieren wieder etwas Neues einfallen lassen. Beim "Spargelmord" bestand sein Vornamen-Initial aus einer Skizze von ihm mit Hut, bei der Skorpionin war ein Skorpion-Stachel zu erkennen und nun ist es ein Anker. Denn "Kohlemord" spielt im Rheinschiffermilieu, ein schwieriges, aber überaus faszinierendes Thema für die Landratte Krämer.

Ihm zur Seite stand Werner Reuters, den Lampertheimern als Schiffsführer der Fähre "Frischling" bekannt. Als Krämers "nautischer Berater", wie dieser ihn scherzhaft bezeichnet, habe er ihn so manches Mal eines Besseren belehrt. Als er etwa von einer "schäumenden Bugwelle" schrieb, so der Autor schmunzelnd, habe Reuters nur resigniert den Kopf geschüttelt. Bei der Geschwindigkeitsbeschränkung auf dem Neckar, sehe man niemals eine schäumende Bugwelle, erklärte er ihm.

Wenn sich sein neues Werk ebenso gut verkauft wie "Spargelmord", ist Krämer zufrieden. Über 350 Mal sei dieser Krimi allein in der Buchhandlung Pegasos erworben worden, sagt Sven Kehl-Fritschi, häufiger sogar als ein Bestseller aus der "Biss-Serie". Generell hat er den Trend ausgemacht, dass die Leser verstärkt zu lokaler Literatur greifen, egal ob beim Bildband über die Region oder beim Roman.

Derzeit strickt Manfred H. Krämer bereits an seiner nächsten Geschichte, einem Handarbeitskrimi mit dem Titel "Mords-Quilt" im Jackentaschenformat.

"Kohlemord" ist im Verlag Waldkirch in Mannheim erschienen. Es hat 320 Seiten und kostet 11,80 Euro.

Südhessen Morgen, Samstag, 10.03.2012



   

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