Mord(s)-Geschichte im GKM

Autor Manfred H. Krämer liest am „Tatort“ aus seinem Krimi „Kohlemord“

23.07.12

Ein Mord im Großkraftwerk (GKM) - und alle 200 Zeugen, die das gruselige Geschehen hautnah miterleben, verlassen den Ort der Missetat schmunzelnd, manche lachen sogar. Alle aber sind begeistert, ist doch die Schau, die Alleinunterhalter Manfred H. Krämer bietet, als er sein Buch "Kohlemord" im GKM vorstellt, allein schon den Eintritt wert.

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"Das war echt große Klasse und spannend", stellt das Ehepaar aus Neulußheim fest, das gerade hinter der Kohlehalde des Großkraftwerks wieder lebendig auftaucht. 

Krimiautor Helmut Krämer hat sich für die Lesung aus seinem Roman "Kohlemord" den Platz ausgesucht, an dem das große Finale seiner erfundenen Geschichte stattfindet - das Terminal des Großkraftwerks mit seinen Kohlehalden. Die Helden im Krimi sind das Privatermittler-Pärchen Bertha "Solo" Solomon und Lothar "Tarzan" Zahn sowie der etwas heruntergekommene Mannheimer Kriminalkommissar Hans Peter Bluhm, der von der Schönau stammt. Der kommt bei der Lesung über einen Umweg kriminellen Machenschaften auf die Spur, erzählt Krämer.

Durch einen toten Penner im Bett eines teuren Hotels am Wasserturm kommt im Krimi der Kommissar den dunklen Machenschaften eines Mafiosi, genannt die "Krake", im schwarzen Kohlegeschäft auf die Schliche. Vor der schwarzen Halde mit einem gelben Bagger obendrauf überlebt Kommissar "Bluhmepeter" schwer verletzt. Der Privatermittler Tarzan hört von der Geschichte und ermittelt verdeckt, indem er als Leichtmatrose auf einem museumsreifen Frachter anheuert.

Finale auf der Halde

Die "Krake" verdient nämlich ihr Geld im Kohlenhandel dadurch, dass sie Schutzgeld von kleinen unabhängigen Schiffseigentümern verlangt, die Kohle für die Kraftwerke den Rhein hoch und runter schippern. Im alten auch in Wirklichkeit existierenden Bunkerkraftwerk unter den Kohlehalden des GKM kommt es schließlich zum Finale. Dorthin hat der Bösewicht Tarzans Geliebte Solo entführt.

Autor Krämer läuft bei seiner Lesung als Alleinunterhalter zu Hochform auf. Ist er zu Beginn noch ordnungsgemäß, wie es sich für einen Mitarbeiter des GKM gehört, mit Helm und Arbeitsanzug bekleidet, so trägt er im zweiten Akt Poloshirt -wegen der inneren Hitze. "Das war echt mitreißend", meinte eine ältere Dame aus der Oststadt begeistert. Der Autor hat scheinbar nicht erst mit diesem Krimi mit Lokalkolorit sein Publikum gefunden. Über 200 begeisterte Zuhörer sind ganz Ohr vor der Kulisse einer Spannung innewohnenden Industrielandschaft.

"Der Acrylwürfel, in dem wir Spenden gesammelt haben, ist ganz gut gefüllt", stellt Gabriele Schwarz von der Feudenheimer Buchhandlung Waldkirch am Ende zufrieden fest. Autor Krämer, die Mitarbeiter vom Verlag Waldkirch und die des Veranstalters GKM verzichten an diesem Abend auf Honorare zugunsten in Not geratener Binnenschiffer. Schließlich spielt in dem Krimi der knorrige alte Binnenschiffer Gunscht keine unbedeutende Rolle. So kommt ein ansehnlicher Betrag zusammen. "Das ist eine sehr erfolgreiche Veranstaltung, Technik funktioniert, Service ist ausgezeichnet und die Zuhörer sind begeistert, was will man mehr", stellt eine zufrieden dreinschauende Buchhändlerin Schwarz am Ende fest.

Bild: Vor der Kohlehalde des GKM, wo ein Teil des Romans "Kohlemord" spielt, lauschen die Zuhörer gespannt Krimiautor Manfred Krämer.


© Mannheimer Morgen, Montag, 23.07.2012

 

"Kohlemord", Waldkirch Verlag
320 Seiten, 11,80 Euro.

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