Die Verlegerin Barbara Waldkirch berichtet an der Integrierten Gesamtschule

Spannendes Leben einer Unternehmerin - Mannheimer Morgen

29.02.08

Wenn bei zahlreichen Schülerinnen demnächst das Thema Berufswahl ansteht, dann ist auch der Weg in die Selbstständigkeit eine durchaus denkbare Alternative. Schülerinnen der 9. und 10. Klassenstufe der Integrierten Gesamtschule Herzogenried (IGMH) hatten sich im Rahmen einer Projektarbeit mit diesem Thema befasst und sich dazu eine kompetente Gesprächspartnerin ins Boot geholt: die Unternehmerin Barbara Waldkirch, die einen eigenen Buchverlag führt, der hauptsächlich Bücher aus der Metropolregion Rhein-Neckar verlegt.

Allerhand Fragen

Anhand vorbereiteter Unterlagen hatte sich eine Gruppe von sechs Schülerinnen einen Fragenkatalog erarbeitet, mit dem sie die Unternehmerin konfrontierten. Im Hörsaal der IGMH stellten sie diesen Fragenkatalog ihren Klassenkameradinnen vor, die somit alle etwas über den Alltag einer erfolgreichen Unternehmerin in Mannheim erfahren konnten.

Meryem war die erste, die den Fragenreigen eröffnete. Sie befragte Barbara Waldkirch nach ihrer Ausbildung und nach den Charaktereigenschaften, die eine Unternehmerin braucht. Barbara Waldkirch erwiderte mit einer Gegenfrage: "Kennt ihr den Kaffeefilter? Den hat eine "einfache" Hausfrau erfunden - heute ist das ein Weltunternehmen". Abitur sei nicht zwingend erforderlich, erfuhren die Mädchen, aber durchaus hilfreich. Neugier und ein qualifizierter Schulabschluss, so Barbara Waldkirch, seien aber schon vonnöten. "Als Unternehmerin bin ich für mich selbst verantwortlich, ohne Netz und doppelten Boden".

Weiter wollte Meryem wissen, ob Barbara Waldkirch schon immer Unternehmerin hatte werden wollen. Die Verlegerin erklärte, dass sich das eher zufällig ergeben habe. Sie wollte immer "etwas mit Sprachen" machen und hatte nach dem Abitur die Fremdsprachen Englisch und Russisch studiert, in der Hoffnung, als Übersetzerin arbeiten und gleichzeitig Mutter sein zu können. Doch es kam anders, sie schnupperte bei ihrem Mann in die Buchproduktion, machte Werbetexte für Broschüren und übernahm 1992 schließlich den Verlag Waldkirch, dessen Wurzeln bis ins 16. Jahrhundert zurück reichen, von ihrer Schwiegermutter. Übrigens: Auch eine Unternehmerin!

Denise stellte Fragen zum Verlag Waldkirch, wollte wissen, wie die Zukunftsaussichten im Verlagswesen seien. "Spannend", brachte es Barbara Waldkirch auf den Punkt und spielte auf den Wandel im Verlagswesen an, der mit der rasanten Entwicklung der elektronischen Medien zusammenhängt. Katja hingegen wollte es ganz genau wissen. Sie stellte Fragen nach den einzelnen Tätigkeiten und dem Alltag. Auch hier blieb Barbara Waldkirch keine Antwort schuldig. Die Mädchen stöhnten auf, als sie hörten, dass der Arbeitstag der Verlegerin 14 bis 18 Stunden täglich hat und dass sie mittags meist für ihre ganze Familie auch noch kocht. Auch von den Sorgen und Problemen einer Unternehmerin berichtete sie.
Gute Chancen

Barbara Waldkirch schätzt die Chancen für Mädchen, sich als Unternehmerin selbstständig zu machen als gewaltig ein. "Man muss ja nicht gleich einem Weltunternehmen vorstehen. Der Kosmetiksalon oder das Fotostudio tun es ja auch". Bianca stellte die Frage nach der Vereinbarkeit von Familie und Selbstständigkeit und erfuhr, dass es nur klappt, wenn die Last auf mehrere Schultern verteilt werden kann. Sie appellierte an die Mädchen, ihre gute Schulausbildung zu nutzen und selbst aktiv zu werden: "Ihr seid die Zukunft unseres Landes. Gestaltet sie!"

Vom Land gefördert


Das Projekt "Perspektive Unternehmerin" - Schülerinnen begegnen Unternehmerinnen wird vom Wirtschaftsministerium des Landes Baden-Württemberg unterstützt. Es hat zum Ziel, junge Mädchen bei ihrer Berufswahl möglichst frühzeitig für das Thema Selbstständigkeit zu sensibilisieren, denn Frauen sind in vielen Bereichen als Unternehmerinnen noch unterrepräsentiert.


Bild: Schülerinnen der 9. und 10. Klassenstufe der Integrierten Gesamtschule Herzogenried (IGMH) stellen im Rahmen einer Projektarbeit
der Unternehmerin Barbara Waldkirch Fragen.

   

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